Mit einem veränderten Rahmen wurde die diesjährige Sportlerehrung der Landkreises am 27. März 2006 durchgeführt.

Die Ehrungen der acht Ehrenamtlichen sowie 110 Sportlerinnen und Sportler, die im letzten Jahr Meisterehren auf Landesebene und höher erzielt haben, fanden zum ersten Mal im großen Sitzungssaal des Landkreises statt. Eine überleitende Moderation zwischen den Blöcken der Sportarten sorgte zudem für eine Auflockerung in der Ehrungsfolge.
Eine gelungene Veränderung, wie viele Anwesende spontan äußerten.

Durch den Landrat Manfred Hugo wurden für ihren unermüdlichen Einsatz in ihren Verein oder Verband geehrt: Brigitte Lauxtermann BSV, Claus Bergjohann, Jürgen Krenitz, Ruth Lepper,
Norbert Schmiemann, Anita Neumann und Wilfried Stagge. Auf dem Bild fehlt Heinz Schleibaum.

Die Bogensportler des BSV Holzhausen waren durch die Jugendmannschaft Manuel Beuth, Robert Wottschel und Philipp Wald sowie der Juniorenmannschaft Bastian Kolkmeyer, Matthias Hölscher und Christoph Rieger vertreten.
                                                                                      Für ihre großen Erfolg im Boxen wurden Gilano Franz (Norddeutscher Meister) und Attila Kaijabasi
                                                                                       ( Niedersachsenmeister) ausgezeichnet.

Trikotwäsche mit Stopfen inklusive  (NOZ Bericht 26.04.06)

Lauxtermann:40 Jahre Selbstverständnis – Als Fachfrau am Spielfeldrand
bec       HOLZHAUSEN.      Die„Waschfrau des Vereins" wollte sie nicht werden, ob­wohl sie auf dem besten Weg dahin war, als sie in der Spit­zenzeit regelmäßig die Tri­kots, Hosen und Stutzen von drei Herrenteams sowie den Alten Herren und der A-Ju­gend wusch. „Das wurde mir aber zu viel", gesteht Brigitta Lauxtermann in der Erinne­rung an Anfang der 90er Jah­re, als Hüft- und Knieopera­tionen nicht mehr maximale Belastung zuließen.Doch ein Phänomen ist die rüstige Dame geblieben und erst recht geworden, denn seit 1965, sprich fast genau seit 40 Jahren, wäscht sie für BSV-Fußballer. Angefangen mit der F-Jugend, in der Sohn Thomas kickte, als Ehe­mann Helmut ihr die ge­samte Garnitur der Kleins­ten ans Herz legte.
Da auch die Söhne Achim und Christof kickten und zudem Detlef Abromeit als langjähriger Betreuer der „Dritten" nur zwei Häuser weiter in der Straße Am Kö­nigshof wohnt, entwickelte sich der Waschdienst im Schneeballsystem.
Und das, zumal Ehemann Helmut, als „Kopfball-Ungeheuer" vergangener Zeiten im Holzhauser Trikot kurz Lava genannt, zunächst als Jugendobmann und dann als Fußballobmann engagiert war.
Die liebe Gewohnheit legte Brigitta Lauxtermann auch nach dem Tod ihres Mannes nicht ab, freilich auf die „Erste" und die „Dritte" reduziert. Dabei weiß sie die mildere Jahreszeit zu schät­zen, weil dann die Garnitu­ren draußen im Wind und nicht auf der im Keller gespannten Leine trocknen. Al­lein damit ist es nicht getan. Viele Trikots, speziell die mit den drei weiß gehaltenen Streifen, muss sie mit der Na­gelbürste vor- und/oder nacharbeiten, weil sie sonst nicht mehr sauber werden. Besonders in der Schlecht-Wetter-Periode, „wenn der Dreck sehr fest sitzt". Klar, dass die Betreuer der Teams die Koffer („für mich zu schwer") der Idealistin in den Keller tragen und von dort abholen. Natürlich die passende Garnitur, denn Bri­gitta Lauxtermann weiß um den nächsten Gegner und dessen Trikotfarbe, damit sich der BSV darauf einstellt. Wieso? Weil sie sonntags am Platz steht und mitfiebert, wenn die Jungs in ihren Tri­kots kicken, die sie wie selbstverständlich auch stopft und früher, bevor mehr und mehr die Kunstfaser Einzug hielt, auch bügelte. Und das, obwohl sie mit Familie und Haushalt reich­lich beschäftigt und mit Eh­renamt zudem eingebunden war: Von 1976 bis 1993 leitete sie die Gymnastikabteilung, ließ sich zeitweise als 3. Vor­sitzende in die Pflicht neh­men und macht sich heute noch für das Sportabzeichen als Abnehmerin stark. An Turngeräten hält sie sich fit, so dass nur die weißen Haare darauf schließen lassen, dass sie am 25. August ihren 70. Geburtstag feiert. Was sie nicht davon abhal­ten wird, kurz nach dem Sai­sonstart auch in der Geburts­tagswoche die Trikots zu wa­schen.