Turnen u.Gymnastik URKUNDEN Pluspunkt
2006 - 07 - 08  -  10  ....

Sportassistenten

Abteilungsleiter:                  Stellvertreterin                               
Britta Sydekum               Birgit Schröder           
Hermannstraße 27             Riegesbreen 16B           
49080 Osnabrück               49124 GM-Hütte        
Tel.0177 4051691              Tel.  05401/3 42 38       
Übungsleiter

Sport regional in der NOZ vom 21.Nov.2001

Die   zunehmende   Bewegungsarmut beschäftigt die Verantwortlichen des Turnens als Breitensport in den Vereinen. „Es gibt viele Kinder, die gar nicht werfen können. Laufen, springen und werfen sind wichtig. Die Feinmotorik muss bei Kindern geschult werden", appelliert Friedrich Kompa (62), seit Jahrzehnten im SV Harderberg ein Begriff als „Turnvater" und seit fast 20 Jahren im Turnkreis engagiert, an die Bewegungsvielfalt „egal in welcher Sportart". Der „spätberufene" Turner äußerte sich in unserer MittwochRubrik „nach-gefragt" wie folgt:
IN SEINEM ELEMENT mit Kindern und
gleichgesinnten:Friedrich Kompa als
"Turnvater vom Harderberg"(Foto:Heese)
Herr Kompa, Ihr Vorname war ja fast verpflichtend für Sie, sich der Turnerei zu verschreiben, denn den haben Sie ja gemeinsam mit dem großen Turnvater Jahn. Also klar, dass sie ein Turner wurden?

Kompa: Erst nicht, denn bis zur B-Jugend habe ich Fußball gespielt.

Und wie dann die Kurve genommen? Eigentlich ist es doch umgekehrt, dass die Kinder mit dem Allgemeinsport im Großkomplex Turnen beginnen und sich dann für eine oder mehrere Sportarten entscheiden.

"Viele Kinder können nicht einmal werfen"
"Turnvater" Friedrich Kompa:Apell an Bewegungvielfalt-Für junge Leute "wach sein"
Auch Vereinsmitglied und Gymnastik ÜL beim BSV Holzhausen
Kompa: Ich habe mich damals als B-Jugendlicher für den Übungsleiter interessiert und einen Lehrgang in Meile absolviert. Damit kam ich zum Turnen und wurde später zum Turnvater beim SV Harderberg.

Und wie kamen Sie vor fast 20 Jahren in den Turnkreis, zunächst als Kinder-, dann als Jugend- und schließlich als Kreisoberturnwart?
Kompa: Nach einem Kinderturnfest auf dem Rehlberg in Georgsmarienhütte mit 1200 Kindern habe ich kritisiert, dass man die ganz Kleinen gesondert ansprechen solle, weil sie nach ihrem kurzen Wettkampf sonst stundenlang auf die Älteren warten müssten, um gemeinsam nach Hasue zu fahren. Ich habe vorgeschlagen, für die Kleineren ein Fest in spielerischer Form zu machen, und schon wurde ich Kinderturnwart.

Wie leicht, eher wie schwer ist es heute, Idealisten in Verei-nen zu finden, noch mehr aus ihrer Position als Kreisober-turnwart anzusprechen und für Aktivitäten zu gewinnen?
Kompa: Einige Vereine lassen sich nie blicken bei Veranstaltungen des Turnkreises. Große Vereine wie in Schlederhausen und Hasbergen haben nicht die Leute, die bereit sind, sich mit den Kindern auf den Weg zu machen zu unseren Kinderturnfesten, zu den Kinder -    mannschaftswettkämpfen und den Rundenwettkämpfen im Geräteturnen.

Und die guten Beispiele der Idealisten, auf die Sie sich ver-lassen können?
Kompa: Beispielsweise Annelie Schnieder in Rulle. Wenn sie mit den Kindern zu Mannschaftswettkämpfen   fährt, bleiben die Kinder hinterher weiter zusammen, machen abends in der Halle eine Fete und schlafen dort. Wenn man so etwas macht und eine Hintermannschaft dafür hat, dann kommt der Nachwuchs zum Sport.

Ebenso wichtig wie die Veranstaltungen sind für die ja auch Aus- und Weiterbildung. Damit beanspruchen Sie diejenigen, die ohnehin schon als Idealisten im Einsatz sind. Erreichen Sie diese Menschen? Wie weit dringen Sie über den  1. Vorsitzenden und die Postanschrift des Vereins vor zu denen, die Sie für Ihre Arbeit brauchen?
Kompa: Wir schicken oft Einladungen nicht nur an die Vereine,  sondern  auch  an Übungsleiter direkt und Sportlehrer, insgesamt 150, wenn wir Lehrgänge für Kinderturnen, für Frauensport und Turnen für Ältere anbieten, die von den Übungsleitern alle zwei Jahre zur Verlängerung der Lizenz besucht werden müssen. Außerdem bieten wir interessante Themen beim DTB-Forum mit besonderen Referenten zur Weiterbildung an. Ganz abgesehen von der Kreisturnschule, die wir alle zwei Jahre durchrühren.
Die Kreisturnschule ist fürden Nachwuchs, der Übungsleiter gedacht. Ist die oftmals kritisierte Jugend dafür überhaupt noch zu gewinnen?
Kompa: Wir hatten so viele Anfragen für die Kreisturn-schule, dass wir einigen absa-gen müssten. Wir haben die Zahl von acht auf fünf Wochenenden reduziert, um die jungen Leute im Alter von 15 bis 18 Jahren zu Übungsleiter-Assistenten auszubilden. Wir haben gute Themenbereiche und neue Konzepte entwickelt und legen Wert auf eine Lehrprobe, damit es nicht eine allzu lockere Wochenendveranstaltung wird.

Werden diese jungen Leute denn hinterher auch in den Vereinen eingesetzt?
Kompa: Ja. Wir sehen sie alle wieder bei Kinderturnfesten als Betreuer, als Kampfrichter und treffen sie bei anderen Veranstaltungen.

Also sind die Vereine gut beraten, ein Auge auf junge Leute zu werfen, die sich für Übungsleitertätigkeiten interessieren bzw. eignen.
Kompa: Die Vereine müssen wach sein, immer wieder junge Leute ansprechen, denn die Helfer werden immer jünger. Wenn einer Talent dazu hat, soll er ruhig mit 12 Jahren damit anfangen. Mit 15 oder 16 kann schon zu spät sein. Man soll sie nicht gleich bezahlen, aber ein kleines Geschenk soll als eine Anerkennung schon mal da sein. Dann hat man sie vielleicht auch noch, wenn sie 16 sind.

Turnen als Allgemeinsport wird laut Statistik in 85 Vereinen mit rund 27000 Mitgliedern im Landkreis betrieben. Das alte Problem: Die Turner stört eine frühe Spezialisierung von Kindern in bestimmten Sportarten. Sie gingen den Weg rückwärts vom Fußballer zum Turner. Wie denken Sie heute über den Punkt der Spezialisierung?
Kompa: Grundsätzlich ist die Kreativität der Übungsleiter gefragt, nicht immer das Glei-che zu machen. Viele Kinder können gar nicht werfen. Wir müssen als Turner auch akzeptieren, dass im Fußball ein gutes Training für Kinder gemacht wird. Wichtig ist die Bewegungsvielfalt, weil sie alles lockert, und wenn die überschäumende Kraft raus ist, kann man auch viel besser beispielsweise Fußball schulen. Die Sportart, die ein Jugendlicher betreibt, ist doch völlig egal. Ich bin nicht einer von denen, die sagen. Turnen ist das Beste. Wenn ich Kinder wiedersehe beim Sport, die bei mir mal mit Turnen angefangen haben, bin ich gut zufrieden. Das Wichtigste ist, die Feinmotorik zu schulen. Die Grundvoraussetzungen sind vom Mutter-Kind-Turnen bis zur Schule zu legen. Ich erschrecke, wenn ich ein Kind sehe, das keine Hockwende mit vier Jahren kann, wenn ich sie ihm vormache. Dann hat das Kind auch meistens noch andere Defizite,  (bec)

 
Skigymnastik beim BSV Holzhausen e. V. 

Ab dem 02.10.2007 findet in der Sporthalle jeden Dienstag um 20.30 Uhr wieder die Skigymnastik statt. Bis in den April können sich die Wintersportler bei Marlene Scherz unter fachkundiger Anleitung auf die sportlichen Aktivitäten in der Ski- und Snowboardsaison vorbereiten. Der Kurs kostet 60 Euro. Für BSV Mitglieder ist der Kurs kostenfrei. 


Turnkreis Osnabrück-Land: Jahresabschlußtagung

Ehrungen und die Festlegung von Terminen standen im Mittelpunkt der Jahresabschlusstagung von Vorstand und Turnrat des Turnkreises Osnabrück-Land in Bersenbrück.
Zunächst galt es, dem Vorsitzenden Werner Unger zu gratulieren - der Melleraner hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. Unger selbst zeichnete schließlich Kampfrichterwartin Birgit Druck aus Belm mit dem Ehrenbrief des deutschen Turner-Bundes aus.
  Die Silberne Ehrennadel des DTB mit Ehrenbrief erhielt Friedrich Kompa aus Georgsmarienhütte.
Unger erklärte, dass vorläufig hinsichtlich des Postversandes (Einladungen zu Lehrgängen, Tagungen und Turnfesten) der Turnkreis künftig eng mit dem Kreissportbund Osnabrück-Land zusammen arbeiten würde.



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